#1 - Einfach. Anfangen



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Ich habe jetzt lange genug darüber nachgedacht. Mir den Kopf zerbrochen. Viel zu viele Gedanken von einer Gehirnwindung in die Nächste geschickt, weggesperrt und irgendwann doch wieder hervorgekramt. Ich habe mich gefragt, ob ich nochmal anfangen sollte. Nochmal ganz von vorne. Nochmal alles neu. Nochmal als Unbekannte und vielleicht ein bisschen losgelöster von dem, über das ich bisher gebloggt habe. Jahrelang.
Ich habe mich ausgeschrieben und aufgeschrieben und versucht alles irgendwie abschließen zu können. Vergessen können. Alles weniger schlimm aussehen lassen zu können. Ich habe geschrieben, was man in Worten nur leeren Browserseiten so einfach erzählen kann. Über ein kaputtes Seelenleben, über.Leben und ein bisschen alltägliches sterben im alltäglichen Wahnsinn. Manchmal hat das geholfen. Wenn der Gegenwind mal still geblieben ist. Wenn er das nicht tat, hat es auch viel zu oft nur noch mehr verletzt, noch ängstlicher gemacht, noch stiller… Das ist irgendwie unfair. So an der Unbekannten zu zerren. Ich finde nicht, dass man sich immer wieder erklären muss, für das, was man tut oder das, was man (nicht) is(s)t. Denn auch wenn das für manche Menschen nicht so aussieht, man versucht es. Irgendwie. Zu tragen.
Durch die vielen Youtuber und vielen "normalen" Blogs, die ganzen Fotoliebhaber und sonstige interessante Seelen im www, habe ich mich irgendwie an den Gedanken geklammert, dass ein anderer Fokus vielleicht auch mir ein bisschen helfen könnte. Im Alltag. Beim über.Leben. Oder einfach nur beim Zeit verschwenden.
Dies ist ein persönliches Webblog, dessen Richtung noch nicht bekannt ist. Vielleicht geht es hier auch nur um die kleinen Dinge. Über ein paar Buchstaben, die irgendwelche Sätze formen. Über ein paar Bilder, die alltägliches beschreiben. Über irgendetwas. Über.leben.

Wir werden sehen. Oder lesen.


"Sometimes it is the smallest thing that saves us: 
the weather growing cold, a child’s smile, 
and a cup of excellent coffee." 

(Jonathan Carroll)
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